Die 1. (Un)Konferenz unseres priomy-Teams – Des Rückblicks 2. Teil

Hi, ich bin’s schon wieder – und zwar mit dem 2. Teil des Veranstaltungsberichts unserer 1. (Un)Konferenz „Die Angst vor der Freiheit“ am 15.06.2018 in Berlin.

Wie ihr vielleicht schon hier im 1. Teil gelesen habt oder auch schon zuvor in unserem Blog, war die (Un)Konferenz der Auftakt zur Eventreihe „Neue Konzepte für Neue Arbeit“ – daher auch der Hashtag #NKNA18. Wir kombinierten nicht nur die Bereiche Wirtschaft, Politik und Kunst sondern auch das Format der klassischen Konferenz mit dem Format Barcamp. Ein Mix, der offensichtlich gut angekommen ist und außerdem für eine hohe Diversität sorgte, die oft bei Konferenzen fehlt. Wir haben erreicht, dass sich die Bereiche New Work und Nachhaltigkeit mischten – ein äußerst zukunftsfähiger Mix, der eine enorme Schnittmenge hat.

Laßt uns nun wieder in die Veranstaltung einsteigen und zwar gegen 13 Uhr. Der zweite Workshop/Session-Stream war gefüllt mit den Workshops von Andreas Schiel vom Denkzentrum Demokratie, den Online-Konsensierern Volker Visotschnig und Dominik Berger, den Sessions von Otto durch Carsten Schnelle und Inga Ketels, die eine De-Entfremdung in der neuen Arbeitswelt aufmachte.

Das SK-Prinzip des Systemischen Konsensierens kannten unsere Teilnehmenden schon: Im Vorfeld der Veranstaltung hatten wir die Sessions online konsensieren lassen. Nun lernten sie live mit Dominik und Volker, wie Entscheidungen besser und wertschätzender getroffen werden können, als mit den üblichen Abstimmungsverfahren.

Die Passivlösung beim Konsensieren ist keine Enthaltung, sondern hat einen eigenen Wert.

Bei Andreas Schiel vom Denkzentrum Demokratie ging es darum, wie Netzwerke des Vertrauens geschaffen werden können:

Auch bei Inga Ketels fanden sich eine Menge interessierte Teilnehmende, die wissen wollten, was hinter dem Teaser ihrer Session „Protect me from what I want – Postmoderne De-Entfremdung in der schönen Neuen Arbeitswelt“ steckte.

Bei Carsten Schnelle von Otto ging es um die Einführung einer agilen Organisation bei Otto.

Man achte auf den Flamingo links im linken Foto!

Nach dem zweiten Stream trat unsere dritte Keynote-Speakerin, Jessica Wigant, Leiterin des HR-Shared-Service-Center der Deutschen Bahn AG, aufs Podium. Selten habe ich eine so ehrliche Präsentation über die Transformation in einem Konzern gehört wie von Jessica! Chapeau, nochmal im Nachhinein! Auch die Vorstellung, dass die Deutsche Bahn das Start-up der ersten industriellen Revolution war, brachte tolle Bilder – vielleicht nicht nur in meinem Kopf, sondern auch in anderen – hervor.

Bevor Jessica startete, trat noch kurz unser Businessnarr, Martin Ciesielski, auf den Plan und sorgte mit einer kleinen Intervention für eine gelungene Musterunterbrechung.

Jessica, die „Bahnerin aus Leidenschaft“ adressierte die aktive Gestaltung und den Strukturwandel im Transformationsprozess, der auch den Betriebsrat in seinem Selbstverständnis traf:

Der Begriff „Gehaltshygiene“ machte die Runde …

… und der meist zitierte Satz aus der Keynote lautete:

Ein charmanter Gruß ging an Tina Weikard, die auch das Timekeeping für alle Streams und Keynotes während des Tages machte:

Den letzten Stream des Tages belegten die Workshops von Stephanie Borgert und Stefan Röcker. Die Sessions 5 und 6 gingen an Sarah Banasiak und André Claaßen.
Stephanie hatte zusätzlich zum Workshop auch unseren Büchertisch mit ihren Publikationen bestückt, die guten Anklang fanden.

Stefan diskutierte mit den Teilnehmenden über den Bewerbungsprozess bei agorum, der in 7 Schritten erfolgt.

André Claaßen verwendete für den Titel seiner Session eine Metapher: „Der Köder muss dem Fisch schmecken: ein Häppchen für Führungskräfte im mittleren Management“

Sarah Banasiak bedankte sich direkt bei den Teilnehmenden ihrer Session:

Zum Abschluss kamen alle wieder im Plenum zusammen, mittlerweile konnte man die Müdigkeit in den Augen der Teilnehmenden sehen. Das lag wohl hauptsächlich am sehr umfangreichen Input über den Tag verteilt und selbst Andreas, der das Fishbowl-Panel moderierte, zeigte leichte Anzeichen der Müdigkeit. Stefan und mir, die die Statements aus dem Publikum abgreifen sollten, ging es ähnlich. Dennoch kam noch Energie auf und Einige nahmen die Einladung des freien Stuhls in der Fishbowl an und setzten sich zwischen unsere Keynotes und teilten ihre Impulse und Eindrücke mit uns. Wie schon am Anfang des Tages brachte Shelley Sacks die Teilnehmenden mit ihren Worten wiederum in Bewegung.

Das Outro gebührte unserem wunderbaren Wirtschaftsnarr, Martin Ciesielski – er hatte während der Workshops und Sessions Wort- und Satz-Fragmente für das Theatrical Recording gesammelt, die er in seiner Abschluss-Impro fast wie beim Poetry-Slam ins Publikum schleuderte und die Bilder im Kopf begleitet von Jazz- und Pianoklängen durcheinanderpurzeln ließ. Ein Raum-Klang-Wort-Schrift-Teppich vom Feinsten! Außerdem ließ er Chuck, unseren #dogoftheday zu Wort kommen:

Das war’s! Am Samstag haben wir abgebaut und am Sonntag die Feedback-Karten ausgewertet und neue Pläne für 2019 geschmiedet.

Ach ja, was noch zu erwähnen wäre: Aufgepasst, die Next Generation New Work war bei unserer (Un)Konferenz schon aufmerksam mit von der Partie! Also, strengt Euch an, es gibt noch eine Menge zu tun, bevor es gut wird!

Bleibt gespannt! Jetzt freuen wir uns erst einmal auf den nächsten Streich – ein Treffen mit Ralf in 2 Wochen. Psst, wird aber noch nix verraten!

Herzlichste Grüße,
Daniela

Über priomy 1 Artikel
Wir teilen unsere Leidenschaft für selbstbestimmte Arbeit. Unseren Glauben an den Wert von Partizipation. Ansonsten sind wir ziemlich unterschiedlich. Wir leben das, wofür wir uns einsetzen: Intern arbeiten wir gleichberechtigt auf allen Partizipationsstufen. Es gibt keinen Chef. Entscheidungen treffen wir mit verschiedenen Instrumenten, wie z.B. dem Konsensieren. Agilität, Selbstorganisation und empathische dialogische Kommunikation sind unsere tägliche Praxis.
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