Digitalisierung und die Konsequenzen jenseits der Technik

Derzeit wird die Digitalisierung insbesondere vor dem Hintergrund von „Industrie 4.0″ – einem Begriff, der auf der Hannover Messe vor etwas mehr als fünf Jahren geprägt wurde – erforscht und analysiert, und zwar mit dem Fokus auf Prozesse, Produktivität und Beschäftigung.

Dabei werden Herausforderungen, aber auch große Chancen im Hinblick auf Wachstum und Wertschöpfung identifiziert. Als zentrale Motivationen für die Umsetzung von Industrie 4.0 in Unternehmen werden die Steigerung der Produktivität, des Umsatzes und der Produktionsflexibilität bei gleichzeitiger Kostensenkung gesehen. Besonders wichtig sind darüber hinaus die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und / oder Services sowie die Erhöhung von Kundenbindung und –zufriedenheit.

In der derzeitigen Diskussion wird jedoch außer Acht gelassen, dass technische Innovationen und Prozessinnovationen IMMER sozialer Innovationen und sozialer Transformation bedürfen, um die Potenziale zu heben und zu realisieren. Die Diskussion um die soziale Transformation und die sozialen Innovationen steht im Moment am Anfang. Dabei stehen folgende Fragestellungen u.a. im Fokus:

  • Wie verändern sich die Jobs entlang der Wertschöpfungskette?
  • Welche unterschiedlichen Formen der Arbeitsorganisation lassen sich identifizieren und umsetzen?
  • Welche Beschäftigungs- und Arbeitsmodelle werden in Zukunft angeboten und nachgefragt?
  • Wie sehen Arbeitsräumen (bis hin zur Architektur) in Zukunft aus?
  • Gibt es eine Verflachung von Hierarchien?
  • Wird es zu einer Delegation von Entscheidungsfindung kommen? Was verbirgt sich hinter der „Demokratisierung“ von Führung?
  • Wird sich die Belegschaft polarisieren?
  • Welche Veränderungen hinsichtlich der Qualifikations- und Kompetenzanforderungen zeigen sich?
  • In welcher Form müssen die Ausbildungsprofilen / Ausbildungsberufen angepasst werden? Sind die Ausbildungsberufe digitalisierungstauglich?
  • Wie gestaltet sich die Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung?
  • Wird sich die Vereinbarkeit von Beruf und privater Lebenssituation durch Digitalisierung verbessern? Was ist mit der Entgrenzung von und Arbeit und Freizeit? Welche Kompetenzen braucht es, um die Möglichkeiten zu nutzen? Wo ist die Grenze der Entgrenzung?
  • Welche Beschäftigungseffekte lassen sich generieren (positiv / negativ)?
  • In welcher Form müssen Tarifverträge / Betriebsvereinbarung angepasst werden? Bedarf es der Entwicklung der bisher kollektiv geprägten Regelungen hin zu modular ausgerichteten Regelungen mit Mindeststandards?

Die Autorin dieses Beitrages, Prof. Dr. Jutta Rump, wird auf die zuvor „gestellten“ Fragen auf dem diesjährigen und zum fünften Mal stattfindenden Symposium Change to Kaizen [http://www.lean-knowledge-base.de/5-symposium-change-to-kaizen/]  Ihnen ihre Antworten darlegen und Lösungungsansätze dazu präsentieren.
Mehr über die zu den führenden TOP40 des Personalwesens gehörende Expertin im deutschsprachigen Raum erfahren Sie hier.

Sollten Sie sich für diese Veranstaltung interessieren, so können Sie sich unter nachfolgendem Link online anmelden: http://anmeldung.lean-event.de/5-symposium-change-to-kaizen/

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