Wie steht es um die Verbesserungs- und Coachingkata?

Im Jahre 2009 erschien „Die Kata des Weltmarktführers“ von Mike Rother.
Der Autor versuchte darin zu beschreiben, was das Erfolgsrezept von Toyota ausmacht.

Rother stellte fest, dass das Üben (gemeint ist die Verbesserungsarbeit) ein neues Muster benötigt, um neue Fähigkeiten zu erlernen und um das Denken der Handelnden zu ändern. Vergleiche mit der Hirnforschung  waren naheliegend, zumal […) „eine alte Gewohnheit durch eine neue zu ersetzen das Schwerste ist, was es für das Gehirn gibt„, so der Neurobiologe Gerhard Roth, „denn die Gewohnheits-Netzwerke, die sich nun in den Basalganglien und im Kleinhirn befinden, sind nicht mehr direkt unserem bewussten Willen ausgesetzt. Dadurch machen sich die Routinen und Gewohnheiten ziemlich immun gegen Veränderungen.“

Unter Top-Managern und Unternehmensberatern hatte sich, so Rothers Vermutung, diese Art, wie Organisationen täglich besser werden können, noch nicht herumgesprochen. Daher lieferte der Autor ebenfalls eine Art Handlungsanweisung in seinem Werk gleich mit. Das Problem war jedoch, dass die meisten der Anwender der Kata den beschriebenen Ansatz in den folgenden Jahren auf die im Rahmen der Verbesserungskata anzuwendenden 5 Fragen reduzierten:

  • Was ist der Zielzustand?
  • Wie ist der Ist-Zustand jetzt?
  • Welche Hindernisse glauben Sie halten Sie davon ab den Zielzustand zu erreichen?
  • Was ist Ihr nächster Schritt – was erwarten Sie?
  • Wann können wir sehen, was Sie in diesem Schritt gelernt haben?

Was die meisten wohl scheinbar nicht gelesen, verstanden oder einfach nur ignoriert  haben, ist, dass die zentrale Botschaft des Autors war, wie Toyota die ergebnisorientierte Denkweise überschreitet, welche hinter den klassischen Managementmethoden liegt und in den meisten Unternehmen der westlichen Welt noch (immer) angewendet wird.

Wie also steht es um die Kata? Über diese Frage wollen wir uns in unserer Sendung von LeanTalkTV am 30. April mit dem KVP-Beauftragten der KARL KNAUER KG, Uwe Nuber, welcher nach eigener Aussage erfolgreich die Verbesserungs- und Coachingkata im Unternehmen eingeführt hat sowie mit den Beratern Götz Müller und Sascha Andrawas unterhalten.

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