Viable System Model – Komplexität & Organisation

Was bedeutet eigentlich Viable?

‚Viable’ wird mit lebensfähig übersetzt und steht für die Fähigkeit eines Systems (bzw. Unternehmens) die eigene Existenz aufrechtzuerhalten. Da das Modell für jedes lebensfähige System gültig sein soll heißt dies zuvorderst, dass sehr bewusst mit den vorhandenen Ressourcen umgegangen werden muss. Verschwendung muss daher stets vermieden oder zumindest begrenzt werden. Damit wird die Verwandtschaft zum Lean Thinking offenkundig. Dies drückte Stafford Beer bereits in seinem 1. Prinzip des Managements aus, in welchem er sinngemäß formulierte, dass Management-Handlungen derart gestaltet sein müssen um Schaden für Menschen und Kosten abzuwenden.

Der Clou beim Viable System Model (VSM) besteht darin, die sechs elementaren Systeme auf eine kluge Art zu besetzen und harmonisch miteinander zu vernetzen. Das Modell könnte man in diesem Sinne auch als das „Nervensystem“ einer Organisation bezeichnen, unabhängig davon, welche sonstige Struktur sich das Unternehmen in Form eines Organigramms verpasst hat. Aus der Perspektive des Lean-Anwenders ist es interessant zu beobachten, dass im Modell strikt zwischen der Wertschöpfung und denjenigen Systemen unterschieden wird, welche die Wertschöpfung unterstützen.

Mark Lambertz – LeanAroundTheClock2017

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