Warum das Industrie 4.0-Wortgeklingel in die Irre führt

LiveStream-Aufzeichnung des gemeinsamen Beitrags von Gunnar Sohn und Guido Bosbach am 26. Oktober 2016 – 5. Symposium Change to Kaizen

Die gallische Wirtschaft sei weitgehend deindustrialisiert, produziere nichts mehr Gescheites oder müsse wie Peugeot Citroën von chinesischen Konzernen aufgefangen werden. Ein anständiger industrieller Anteil wird als Voraussetzung für eine ausgewogene ökonomische Entwicklung gesehen.

Der Handel mit hirnintensiven Dienstleistungen und der Verkauf von Wissen ersetzen in Schweden hingegen bereits zunehmend den Handel mit physischen Produkten – postindustrielle, hochproduktive Aktivitäten mit großem Input von Wissen. Dafür sind jedoch andere Qualifikationen und ein anderes Umfeld vonnöten.

Wie viel Industrie noch in der Netzökonomie stecken wird, hinterfragten der Wirtschaftspublizist Gunnar Sohn und Guido Bosbach, ein Vor-, Quer- und Weiterdenker. Zumal die Industrie 4.0-Formel ein völlig untauglicher Versuch von Ingenieuren und Lobbyisten ist, altes Denken in ein neues Zeitalter zu transformieren. Und das „4.0-Geblubbere“ lediglich die heile Welt der guten, alten Exportnation mit Schmieröl und rauchenden Schloten suggerieren sowie Sicherheit, Kontinuität und Leistungsstärke wie in den Wirtschaftswunder-Zeiten demonstrieren soll.

 

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