Warum Industrie 4.0 und Lean zwingend zusammengehören

…und beides gemeinsam sich zwangsläufig zu einer neuen Art des Arbeitens, zur Arbeit 4.0 entwickeln wird.

Die Idee, durch bessere Planungs- und Steuerungsprinzipien frühzeitig, flexibel und ressourcen-schonend auf die Kundenanforderungen reagieren zu können, stehen bei Industrie 4.0 und Lean im Vordergrund.
Doch wie kaum ein anderes Wort schien Industrie 4.0 und die damit verbundene, digitale Transformation von Produktionsprozessen die beiden Lager der Industrie 4.0-Befürworter und der LeanCommunity zu spalten. Spätestens seit der #NextAct Anfang diesen Jahres hat sich der vermeintliche Konflikt in Luft aufgelöst! Weswegen können Sie hier nachlesen.

Wesentliche Elemente der Industrie 4.0 sind dabei sogenannte Cyber Physical Systems (CPS) – das Konzept, reale Dinge mit Wissen auszustatten und zu vernetzen und so dezentralere und fluidere Produktionskonzepte zu ermöglichen. Die smarte Produktion der Zukunft kennt – das ist meine Überzeugung – keine Planungs- und Steuerungsebenen mehr. Wir erhalten einen Auftrag, der direkt in die Fertigungszellen weitergeleitet wird.“  sagt Johann Soder, Geschäftsführer Technik der SEW-EURODRIVE GmbH & Co. KG.
Johann Soder wird auf den V. Symposium Change to Kaizen am 26. + 27. Oktober in Mannheim seinem Beitrag mit dem Titel „Industrie 4.0 – SEW Vision-Strategie-Realität – vernetzte Welten gestalten“ aufzeigen, wie das Unternehmen – nach einer „schweren Niederlage“ mit CIM (Computer Integrated Manufacturing)  in den 80er Jahren – die Smart Factory mit Logistikassistenten, Small Factory Units und Lean-Prinzipien realisiert.
Johann Soders Maxime dabei ist: „Im Prinzip geht alles – aber ohne den Werker geht nichts!

Wie auch Johann Soder betont Jan Wersterbarkey, dass es bei dem Attribut „4.0″ um mehr als nur neue Technik geht, da die Digitalisierung auch den Arbeitsalltag nachhaltig verändern wird. Jan Westerbarkey, CEO der Westaflex Group sieht dabei – nicht nur in der Produktion 4.0 –  den Mensch im Mittelpunkt, zumal der kreative Mensch bereits auf dem Weg zur Industrie 4.0 der entscheidende Erfolgsfaktor ist, um gewünschte Innovationen zu ermöglichen. Und dies sind aus seiner Sicht die Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen wie beispielsweise aus der Produktion, Instandhaltung, Forschung, Administration etc., welche die reine Theorie mit Leidenschaft auf die Straße bringen.

Prof. Dr.-Ing. Andreas Syska gilt als äußerst kritisch hinsichtlich des Themas „Industrie der Zukunft„. Jüngst bezeichnete er Industrie 4.0 als Illusion 4.0, als Deutschlands naiver Traum von der Smarten Fabrik.

Prof. Dr.-Ing. Andreas Syska über Industrie 4.0
Industrie 4.0 darf nicht länger dogmatisch daherkommen und ist auch kein Selbstzweck. Einigkeit besteht darüber, dass die Vernetzung des Digitalen die Welt verändern wird. Deshalb hat Industrie 4.0 endlich die Technikecke zu verlassen und ist von der Gesellschaft und vom Markt her zu denken.
Dies muss sich in neuen Geschäftsmodellen abbilden und bedarf der Bereitschaft, das eigene Geschäftsmodell unsentimental zu zerstören, statt es linear fortzuschreiben.

Industrie 4.0 hat nur dann eine Chance auf Erfolg, wenn sie sich die Frage stellt, wie wir zukünftig wirtschaften, arbeiten und leben wollen und aus den Antworten die richtigen Schlüsse zieht.“

Das gesamte Programm zum Symposium, Details zu den Referentinnen und Referenten sowie Keynotes zu den einzelnen Beiträgen finden Sie unter www.symposium-change-to-kaizen.de.

Loading Disqus Comments ...
Loading Facebook Comments ...

No Trackbacks.